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Hof Schwalbental

Pferde, Schafe, Holzkunst und mehr

Wie ich zu den Pferden kam....

Pferdeverrückt war ich laut meiner Mutter schon als ganz kleines Mädchen. Aber reiten war nur für Leute, die Geld haben und außerdem war ich immer zu klein. Als in der 2. Schulklasse dann meine zwei besten Freundinnen auf einem Ponyhof anfingen zu reiten, hat sie ihren Widerstand aufgegeben. Nach ein paar Longenstunden meine erste Freireitstunde auf Flohmax - ich lag mehr im Reithallensand als ich im Sattel saß.

 

Mit 8 Jahren dann der Umzug nach Süddeutschland und der Wechsel auf den "Hirschhof", dem ich bis zum Abitur treu blieb. Zunächst auf Schulpferden bis zum kleinen Reitabzeichen, dann auf Willy, einem jungen Westfalen-Wallach, der mir mit seinen plötzlichen Jungpferde-Attacken Sattelfestigkeit beibrachte.  Als Willy den Hof verließ, folgte "Jongleur", mit dem ich gegen alle Erwartungen bis zum großen (bronzenen) Reitabzeichen ritt (Klasse A). Jongleur war ein dominanter Wallach, der mich Respekt und Achtung vorm Partner Pferd lehrte. Trat ich ihm ausgeglichen und fair gegenüber war er ein toller Kumpel, hatte ich schlechte Laune, zeigte er mir unmissverständlich die Hinterhufe. 


Nach dem Abitur verschlug es mich nach Irland wo ich zunächst bei einem privaten Rennpferdezüchter, dann bei einer Jagdfamilie arbeitete. Meine Aufgabe war das tägliche Reiten und Ausbilden von 3-5 jungen Pferden und den Jagdpferden der Familie. Auch das Springen über feste Hindernisse, Ausdauertraining über Stoppeläcker und das Vorführen der Pferde vor interessierten Käufern gehörte zu meinen Aufgaben. Ein Sturz über eine einfache Bodenstange mit dem brävsten Pferd vom Hof und Schlüsselbeinbruch beendeten jäh mein Irland-Abenteuer.


Während des Agrarstudiums nahm ich mir zunächst vor, die Pferde einmal eine Weile sein zu lassen um Zeit für andere Dinge zu haben, hielt mein Vorhaben aber keinen Monat durch, dann stand ich schon im örtlichen Reitverein und fragte nach Unterricht. Kurze Zeit nur ritt ich dort, dann hatte ich wieder eine Reitbeteiligung auf einer Andalusier-Mix-Stute bei einem Schäfer (hier entdeckte ich meine Leidenschaft für Schafe und Hütehunde).


Ein Bekannter kaufte sich eine angeblich nicht reitbare Vollblutstute. Ich war bei den ersten Reitversuchen dabei, dann verloren wir uns aus den Augen. Erst gegen Ende des Studiums trafen wir uns wieder, er musste die Stute dringend verkaufen - ich erwarb mein erster eigenes Pferd! Inzwischen reitbar war Shalom dennoch eine Nummer für sich, Gebiss nahm sie gar nicht an, Gerte erst nach langer Arbeit. Bei kleinster Aufregung buckelte, biss und stieg sie. Und so war ich mir nicht sehr sicher, ob die Entscheidung richtig war, mir ihr meinen lang gehegten Traum zu erfüllen: 

Ein Wanderritt nach Italien!

Es hat geklappt. Einen kurzen Reisebericht finden Sie unten auf dieser Seite.


Shalom blieb in Italien. Ich kam mit Kind alleinerziehend und landwirtschaftlicher Ausbildung nur noch wenig zum Reiten. Zum Glück kaufte sich meine Schwester in der Zeit ein Pferd, sodass ich dann wieder gelegentliche Geländeritte genießen konnte.


Im Oktober 2015 kaufte ich Gipsy, weil meine Nachbarin ein weiteres Pferd suchte und einen billigen Stellplatz anbieten konnte. Als wir im Frühjahr 2016 dann hier auf den Hof zogen suchte ich ein Beistellpony. Das Beistellpony ist etwas größer geworden und vor allem schwerer: 1,60m und 950kg Wilma zogen mit Gipsy zusammen hier ein.